In diesem Artikel berichtete ich über 3D-Drucker und ihre Anwendung zur Herstellung von persönlichen Geschenken. Es ist zwar genial, jede mögliche Form in 3D ausdrucken zu können, jedoch sind die Geräte aktuell noch sehr teuer und kosten 500 bis 1000CHF. Für den Normalanwender lohnt sich die Anschaffung wahrscheinlich nicht. Seit einiger Zeit sieht man aber eine günstigere Variante von 3D-Drucker, die sogenannten 3D-Pens. Das Funktionsprinzip ist das gleiche wie beim 3D-Drucker: Es wird ein Plastikfaden geschmolzen, mit dem man sozusagen in die Luft schreiben kann. Wenige Sekunden später kühlt das Plastik ab und erstarrt, es entsteht eine Struktur in 3D. So kann man eigentlich jeden Gegenstand sozusagen von Hand 3D-drucken. Natürlich ist die Genauigkeit nicht dieselbe, dafür braucht man etwas Vorstellungsvermögen und künstlerisches Geschick. So ist es einem Künstler gelungen, mit einem 3D-Pen den Eiffelturm zu zeichnen.

Wie schwierig ist es, mit einem 3D-Pen zu arbeiten? Welche Strukturen können einfach hergestellt werden? Ich habe es am 3D-Pen von Kulee getestet. Er kostet ungefähr 60 CHF, je nach Händler, und ist das günstigste Modell das aktuell erhältlich ist.

Dem Starterpaket liegt bereits etwas Filament bei, so nennt man den Plastikfaden, der geschmolzen wird. Der reicht aber nicht allzu weit, und die Farben sind etwas kitschig. Deshalb habe ich gleich noch 10m rotes Filament zusätzlich bestellt. Wir wollen ja den Pen ausgiebig testen und herausfinden, ob man damit sinnvolle Geschenke herstellen kann.

Ich packe das Gerät aus und studiere die Betriebsanleitung. Schwierig ist der Drucker nicht zu bedienen, einmal vorgeheizt wird das Filament per Knopfdruck ausgegeben, die Geschwindigkeit lässt sich auch regeln. Tipp: Die Geschwindigkeit nicht zu schnell einstellen, sonst schiesst das Filament förmlich aus dem 3D-Pen und die Zeichnungen werden unpräzise.

Ich versuche es als erstes mit einem kleinen Haus. Als Grund sollte ein Stück Papier oder noch besser eine Glasplatte verwendet werden, damit der Plastik nicht festklebt. Der Boden des Hauses ist schnell gezeichnet, ist ja auch nur ein Quadrat. Die Wände erweisen sich als etwas schwieriger: Man muss vom Boden an senkrecht nach oben in die Luft zeichnen, aber die Geschwindigkeit zu regulieren ist nicht einfach. Ist sie zu schnell, wird der Plastikfaden zu schwer und die Wand fällt zu Boden, bevor das Plastik erstarrt ist, und ist sie zu langsam, wird der Faden zu dünn. Ich bemerke, dass das Hantieren mit dem 3D-Pen viel Übung braucht, obwohl es doch so einfach aussieht.

Ich versuche es also mit dem Elementbau: Ich drucke alle Wände separat aus und schweisse sie danach an das Fundament des Hauses, sobald sie abgekühlt sind. Das funktioniert auch ganz ausgezeichnet, der 3D-Pen erweist sich aus hervorragendes Schweissgerät und die Wände sind in wenigen Minuten montiert. Es fehlt jetzt nur noch das Dach, und auch das ist dank Elementbau schnell hergestellt und schon ist das Haus fertig. Na ja, das Resultat sieht etwas ernüchternd aus, aber für einen Anfänger sicher nicht schlecht.

Jetzt noch eine Idee, die sich als Geschenk eignet, zum Beispiel als Dekoration für den Geburtstagskuchen. Ich versuche „Happy Birthday“ in 3D schreiben, so dass es sich auf einen Kuchen stecken und als Geburtstagsgeschenk überreichen lässt. Entweder verlässt man sich auf seine Schreibkünste, oder man druckt den zu schreibenden Text vorher auf Papier aus und zeichnet ihn einfach mit dem 3D-Pen nach. Das funktioniert auch ganz gut, und in wenigen Minuten ist unser „Happy Birthday“ fertig. Der 3D-Pen eignet sich also auch hervorragend, um ab und zu etwas Dekoration herzustellen, sei es für den Geburtstagskuchen oder als Dekoration für aufs Geschenk. Wer noch eine Geschenkidee für Weihnachten sucht, ist mit dem 3D-Pen auch bestens bedient: So lassen sich zum Beispiel Formen für Weihnachtsplätzchen oder Weihnachtsbaumschmuck ganz einfach von Hand ausdrucken.

 

Über den Autor: Frank bloggt

Gerne stellen wir Ihnen unseren neuen Blogger Frank vor. Er studiert Betriebswirtschaft in Bern und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit sozialen Medien, Blogs und Schreiben von kreativen Texten. Er ist die ideale Person, um Ihnen aufregende Geschichten zum Thema Büro, Studium oder Schule zu präsentieren. Frank wird von nun an alle 1-2 Wochen einen […]